15 Jahre Fukushima und 40 Jahre Tschernobyl mahnen.
Zurück zur Atomenergie? Nein Danke, so die Kreis-GRÜNEN aus Augsburg-Land.
Am 11. März 2026 jährt sich die mehrfache Atomkatastrophe von Fukushima in Japan zum 15. Mal. Am 26. April 2026 ist der Super-Gau von Tschernobyl 40 Jahre her.
Juliane Vinzelberg, Kreisvorsitzende der Grünen Augsburg-Land: „Die Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl mahnen und zeigen uns: Atomkraft ist keine Lösung. Die EU will jetzt wieder Milliarden in diese riskante Technologie stecken, doch wir sagen klar: Nein! Nur einen Tag vor dem Jahrestag der Katastrophe von Fukushima sich wieder für neue Atomreaktoren stark zu machen, ist schon etwas makaber. Wer jetzt fordert wieder zur Atomkraft zurückzukehren ignoriert die enormen Kosten, die Abhängigkeit vom Import von Uran, die ungelösten Probleme des Atommülls und die Gefahr, dass Atomanlagen heutzutage Angriffsziele sind, wie etwa in der Ukraine Tschernobyl und Saporischschja, Europas größtes Atomkraftwerk.“
Atomkraft ist keine Lösung für die Zukunft, sondern ein teures und riskantes Auslaufmodell, das lediglich durch massive staatliche Subventionen künstlich am Leben gehalten wird. Neue Atomkraftwerke in Europa kämpfen mit explodierenden Kosten und jahrelangen Bauverzögerungen. Ohne staatliche Garantien und Subventionen durch die öffentliche Hand würde heute kein einziges AKW gebaut werden, weil diese Kraftwerke den teuersten Strom produzieren.
Silvia Daßler, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Augsburg-Land: „Die Zukunft gehört den Erneuerbaren – sicher, sauber und für alle bezahlbar. Deshalb brauchen wir den weiteren schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien auch in unserem Landkreis. Sie machen uns unabhängig von Importen, Bürgerinnen und Bürger können daran beteiligt werden, Wertschöpfung bleibt in unserer Region. Das viele Geld, mit dem nun neue AKWs gefördert werden soll, gehört in den Ausbau erneuerbarer Energien und in Maßnahmen, die Menschen helfen, ihre Energiekosten zu senken – nicht in eine riskante Technologie von gestern.“
Hintergrund:
Beispiele Flamanville-3 im Nachbarland Frankreich: Das Atomkraftwerk sollte ursprünglich 4,3 Mrd. $ kosten, zurzeit stehen 25 Mrd. $ im Raum. Gebaut wurde dort 17 Jahre lang, geplant waren gerade mal 4,5 Jahre. Der Strompreis lag für Atomstrom in den 1950er-Jahren bei 42 $/MWh, 2022 kostete die Megawattstunde schon 180 $. Darin seien weder Kosten für den Rückbau der AKW noch für die Endlagerung berücksichtigt. Dagegen wurden zu diesem Zeitpunkt Solar- und Windstrom bereits für unter 60 $/MWh produziert, Tendenz weiter stark sinkend.