Reaktivierung der Staudenbahn kommt endlich voran und liegt im Zeitplan
Die Staudenbahn hat eine lange Geschichte. 1910 wurde die Teilstrecke Gessertshausen und Fischach fertiggestellt, 1911 folgte die Verlängerung von Ettringen nach Markt Wald. 1983 begann eine Stilllegung auf Raten: 1983 traf es zunächst den Abschnitt Markt Wald – Ettringen, dann 1987 der Teil zwischen Ettringen und Türkheim Bahnhof und 1991 dann der Abschnitt Gessertshausen – Markt Wald.
Die Reaktivierung der Strecke ist seit vielen Jahren ein Thema, das von den GRÜNEN in der Region immer wieder auf die politische Tagesordnung gebracht wurde und gebracht wird.
So hatte die GRÜNE Fraktion im Bayerischen Landtag vergangenen Samstag zu einer Sonderfahrt mit der Staudenbahn eingeladen, um über die Reaktivierung zu informieren. Aus dem Landtag waren dabei Dr. Markus Büchler, der die Mitreisenden auf dem Bahnsteig des Augsburger Hauptbahnhofs begrüßte, Stephanie Schuhknecht und Max Deisenhofer. Aus dem Bundestag war Leon Eckert, MdB, GRÜNES Mitglied im Verkehrsausschuss, zu Gast. Außerdem waren die GRÜNEN Kreisrät*innen Silvia Daßler, Ursula Reichenmiller-Thoma und Marwin Hillenbrand und das ehemalige GRÜNE Kreistagsmitglied Joachim Schoner dabei, sowie zahlreiche GRÜNE aus den KVs Augsburg Stadt, Augsburg-Land und dem Unterallgäu und viele, die sich seit Jahren für die Reaktivierung der Staudenbahnstrecke einsetzen.
In Fischach informierte die Geschäftsführung der Ulmer Stadtwerke (SWU), die die Strecke der Staudenbahn betreiben wird und die Planungsarbeiten übernommen hat, über den aktuellen Sachstand. Dabei wurde deutlich, dass die reaktivierte Staudenbahn ein großes Potential hat, aber auch, dass es noch viel zu tun gibt: Die Strecke soll elektrifiziert werden, zwei neue Bahnhalte dazu kommen, Brücken und kleinere Streckenabschnitte saniert, einige Bahnübergänge geschlossen und die verbleibenden mit Schranken versehen werden.
Silvia Daßler, Fraktionsvorsitzende im Kreistag hob hervor, dass es ohne die Instandhaltungsarbeiten und das Engagement der Staudenbahnfreunde und der Stauden-Verkehrsgesellschaft und im Besonderen ohne Hubert Teichmann wohl nicht möglich wäre, heute von einem Start der Staudenbahn Ende 2027 auszugehen.
Silvia Daßler weiter: „Die Unterstützung der Bürgermeister und Gemeinden an der Strecke und die Vereinbarungen des Landkreises Augsburg mit den SWU, sowie die finanziellen Vorleistungen und Zusicherungen des Landkreises waren eine weitere Voraussetzung dafür, dass die Planungen jetzt so konkret werden konnten. Allerdings braucht es die Förderung durch Freistaat und Bund. Und hier gibt es inzwischen mehr Geld und eine Förderung von bis zu 90 Prozent. Ohne diese Förderung, so hat es der Geschäftsführer der SWU deutlich gemacht, ist die Reaktivierung nicht zu stemmen“.
(von Silvia Daßler und Ursula Reichenmiller-Thoma)