Sehr geehrter Herr Landrat,
wiederholt waren die letzten Wochen die unterschiedlichsten Meldungen zum Militär-Flughafen Lechfeld und zur weiteren Gewerbeansiedlung auf dem Lechfeld in der Presse zu lesen, die einige Fragen aufwerfen. Sicher kennen Sie die Hintergründe und ich bitte uns darüber Auskunft zu geben.
Aktuellster Pressebericht am Samstag in der AZ Schwabmünchen über Investitionen von 5,5 Mio. für die neue Feuerwache, Gebäude und Löschfahrzeuge auf dem Fliegerhorst Lechfeld.
Das lässt annehmen, dass es Nutzungspläne für das Flughafen-Gelände gibt, wie nach Abzug des derzeitigen Geschwaders mit dem Gelände weiter umgegangen wird. Denn warum sonst sollte der Bund bei einem „Auslaufmodell” eine solche Summe investieren.
Ist das der Fall, gibt es Pläne?
Wenn ja, welche und wie weit sind Ihnen die Pläne bekannt?
Wer trägt sie Kosten – der Bund?
Ist der Landkreis finanziell beteiligt? Wenn ja, in welcher Höhe?
Dient die Ertüchtigung der Betriebsfeuerwehr der Luftwaffe oder der Privatwirtschaft (z. B. EADS)?
In welchem Zusammenhang steht die Niederlassung der Hubschrauber-Flugschule auf dem Flughaufen Mühlhausen zu Lechfeld?
Gibt es Absichten der Zusammenarbeit?
Soll der Flughafen Lechfeld von den Helikoptern mit benutzt werden, in welcher Art auch immer?
Uns liegen Informationen vor, dass die Start-/ und Landebahn vergrößert bzw. verlängert wird oder werden soll.
Ist das der Fall?
Wenn ja, warum benötigt die Bundeswehr nach der Sanierung vor ein paar Jahren eine längere Start- und Landebahn?
und wem wird damit gedient?
Auf dem Gewerbepark Lechfeld freut man sich über die Ansiedlung von DHL. Nach unseren Informationen befördert DHL seine Waren großteils auf dem Luftweg.
Gibt es Planungen die Luftfracht vom Fughafen Lechfeld aus zu befördern?
Oder auch dorthin zu befördern um sie von da aus auf LKW’s umzuladen?
Wissen Sie über die Absicht bzw. das Interesse von Amazon an Lufttransporten von Lechfeld aus?
Luftfracht bedeutet Nachtflug. Das bereitet vielen Anwohnern auf dem Lechfeld große Sorge um ihre Nachruhe. Die Bürgerinitiative gegen die zivile Mitbenutzung verfolgt aufmerksam, was sich auf dem Lechfeld tut. Einer Ausweitung des Flugverkehrs werden die Mitglieder der Initiative nicht tatenlos zusehen.
Ich bitte um baldige Antwortung der oben aufgeführten Fragen.