Bericht aus dem Jugendhilfeausschuss am 14. Juli 2025 von Annemarie Probst
Im letzten Jugendhilfeausschuss stand die Leistungsvereinbarung mit der Drogenhilfe Schwaben über die Jugendsuchtberatungsstelle INCA auf der Tagesordnung.
Uwe Schmidt, der Geschäftsführer der Drogenhilfe Schwaben und seine Mitarbeiterin Sarah Hatton, stellten die Arbeit der Jugendberatungsstelle INCA vor:
Beraten werden junge drogengefährdete und drogenkonsumierende Menschen zwischen 12 und 21 Jahren, Eltern, das soziale Umfeld und Institutionen, wie Jugendhilfe und Familienstützpunkte. Eltern sind oft hilflos und brauchen Unterstützung. Bei Bedarf werden auch Beratungen Vorort und Akutsprechstunden angeboten.
Der Landkreis fördert seit vielen Jahren die Jugendsuchtberatungsstelle INCA der Drogenhilfe Schwaben. Ca. 30% der ratsuchenden Klienten (54 betreute Personen) haben ihren Wohnsitz im Landkreis Augsburg. Die Vermittlung erfolgt über Jugendsozialarbeit, den Sozialen Dienst, die Familienbüros etc. Des Weiteren unterstützt INCA auch Schulen, Jugendzentren, Jugendhilfeeinrichtungen etc. im Landkreis und kommt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort.
Der Bedarf an den Angeboten ist hoch. Gerade auch bei jungen Menschen nimmt der Substanzmittelmissbrauch zu. Z. Zt. gibt es eine deutliche Zunahme des Konsums von Opioiden und Benzodiazipinen, die ein hohes Abhängigkeitspotential haben.
Zahlreiche Anfragen kamen aus Jugendhilfe, Schulen und Vereinen. In Jugendtreffs und Jugendhilfeeinrichtungen wurden Workshops abgehalten.
Da der Freistaat seine Förderung bereits ab 1. Juli 2025 von 47.000 EUR auf 17.500 EUR im Jahr reduziert, bittet die Drogenhilfe um Erhöhung der Fördermittel: Für 2025 wäre die Jahressumme dann 17.500 EUR und für 2026 würden 23.000 EUR anfallen.
Im Gegensatz zu den Wortmeldungen der Kolleg*Innen im Ausschuss hat Annemarie Probst, GRÜNE Vertreterin im Jugendhilfeausschuss, auf die Wichtigkeit dieser Präventionsarbeit hingewiesen, trotz prekärer Haushaltslage.
Herr Schmidt betonte, dass jeder Euro, der in die Hilfe gesteckt werde laut einer Studie 17 Euro erspare. Auch die Vermeidung von Langzeitfolgen sollte im Fokus stehen.
Am Ende wurde der Erhöhung der Förderung, mit einer Gegenstimme, zugestimmt.