Durchbruch nach jahrzehntelangem Einsatz: Radweg zwischen Biburg und Rommelsried wird 2026 gebaut

Im Bauausschuss des Landkreises wurde zuletzt ein wichtiger Beschluss gefasst: Der lang ersehnte und erkämpfte Radweg entlang der Kreisstraße A1 zwischen Biburg und Rommelsried soll 2026 endlich realisiert werden.

Die GRÜNE Kreistagsfraktion, die sich seit vielen Jahren für dieses Projekt einsetzt, begrüßt diese Entscheidung als wichtigen Meilenstein für die Verkehrssicherheit und die Mobilitätswende in der Region.

Die Baumaßnahme schließt die letzte Lücke im Radwegenetz entlang der Kreisstraße A1 und beseitigt damit einen gefährlichen Streckenabschnitt, der durch kurvige Waldpassagen mit erheblichen Steigungen und eingeschränkter Sicht führt. “Dieser Lückenschluss war längst überfällig. Was für Autofahrer*innen eine beliebte Ausflugsstrecke ist, stellt für Radfahrende und Fußgänger*innen seit Jahren ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar”, erklärt Silvia Daßler, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag Augsburg.

Die Gesamtkosten für den Ausbau werden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Der Freistaat Bayern übernimmt 75 Prozent der Finanzierung, während die übrigen 25 Prozent zwischen dem Landkreis Augsburg und den Gemeinden Diedorf und Kutzenhausen aufgeteilt werden. Der Landkreis trägt dabei 80 Prozent der kommunalen Kosten, was einem Eigenanteil von etwa 500.000 Euro entspricht.

“Unsere hartnäckige Arbeit hat sich ausgezahlt. Seit unserem ersten Antrag im November 2017 haben wir kontinuierlich Druck gemacht und verhindert, dass dieses wichtige Infrastrukturprojekt trotz angespannter Haushaltslage dem Rotstift zum Opfer fällt”, betont Daßler.

“Radwegebau ist kein Spaziergang, sondern ein Marathon”, fasst Felix Senner, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN, die jahrelangen Bemühungen zusammen. “Aber dieser Einsatz lohnt sich, denn sichere Radwege sind ein zentraler Baustein für klimafreundliche Mobilität und tragen maßgeblich zur Verkehrssicherheit bei.”

Die GRÜNE Kreistagsfraktion hatte immer wieder auf die gefährliche Situation hingewiesen und temporäre Maßnahmen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote beantragt. Nachdem diese nicht umgesetzt wurden, setzten sie sich umso entschlossener für den Radwegebau ein und verhinderten 2023 erfolgreich die Streichung der notwendigen Planungsmittel aus dem Haushalt 2024.

„Die Ortsverbindung Biburg – Rommelsried ist für alle Verkehrsteilnehmenden zum Teil unübersichtlich und gefährlich. Auch aus Sicht der Autofahrenden ist es ein großer Vorteil, wenn der Fuß- und Radverkehr getrennt von der Straße auf eigenen Wegen verläuft und dadurch für alle das Unfallrisiko sinkt. Deshalb haben wir im Bauausschuss kontinuierlich auf die Umsetzung eines Geh- und Fußweges gedrängt“, so Kreisrätin Ursula Reichenmiller-Thoma. Und weiter: “Dieser Radweg ist ein Beispiel dafür, dass beharrliches Engagement für nachhaltige Mobilität und Verkehrssicherheit zum Erfolg führen kann – auch wenn es manchmal Jahrzehnte dauert”.

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