Tarifreform setzt wichtige Akzente um ÖPNV attraktiver zu machen

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Tarife werden transpatenter, insgesamt gerechter und für Abonnenten günstiger.

Die GRÜNE Kreistagsfraktion diskutierte in ihrer letzten Sitzung mit Joachim Schoner, der für die GRÜNE Fraktion auch im Aufsichtsrat des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbundes (AVV) sitzt, die geplante Tarifreform. Kreisrat Joachim Schoner ging dabei insbesondere auch auf die Kritik und die negativen Äußerungen zur Tarifreform ein.

Joachim Schoner: “Fast zwei Jahre haben die AVV-Gesellschafter gemeinsam mit den SPNV-Unternehmen (DB und BRB) sowie der avg an der Reform der bestehenden Tarifstruktur gearbeitet und darum gerungen einen tragfähiges Ergebnis hinzubekommen. Jetzt liegt ein Kompromiss vor, der viele Verbesserungen bringt, aber natürlich längst nicht alle unsere Forderung erfüllt.“

Nach Einschätzung der GRÜNEN Kreistagsfraktion wurden mit der vorliegenden Reform wesentliche Forderungen wie Vereinfachung und Transparenz der Tarife, übersichtlichere und gerechtere Preis- und Abo-Strukturen, gerade auch für PendlerInnen aus dem ländlichen Raum, umgesetzt, so Fraktionsvorsitzende Ursula Jung.

Joachim Schoner erläutert: “So zahlt z.B. eine Person, die täglich von Meitingen, Kutzenhausen, Fischach oder Schwabmünchen nach Augsburg pendelt heute für das Umweltabo 105,- Euro monatlich, nach der Tarifreform künftig noch 90,- Euro und es kann mit dem neuen Abo das gesamte AVV-Gebiet befahren werden. Noch stärker entlastet werden Pendler und Pendlerinnen, die z.B. aus Thierhaupten oder Langenneufnach kommen, hier sinkt der Preis von 120,- auf ebenfalls 90,- Euro und eine noch stärkere Entlastung erfahren PendlerInnen aus den Stauden der Gemeinden Walkertshofen, Mittelneufnach oder Scherstetten die heute 145,- Euro monatlich zahlen“.

Silvia Daßler, Kreisrätin und Stadträtin in Neusäß ergänzt: “Durch diese neuen Abostrukturen und Abopreise soll es gerade den Pendlerinnen und Pendlern erleichtert werden auf den ÖPNV umzusteigen und eventuell auf ein zweites Auto zu verzichten. So können Stammkunden gebunden und neue dazu gewonnen werden. Dies ist ein wichtiger Beitrag zu Klimaschutz und zur Entlastung unserer Straßen“.

Den Unmut über Preiserhöhungen in einzelnen Bereichen können die GRÜNEN verstehen, allerdings betonen sie, dass etwa 74% derjenigen, die den ÖPNV nutzen, gleich viel oder weniger zahlen als vorher. Für etwa 4% Prozent der NutzerInnen wird es bis zu 5% teurer. Für 21% der NutzerInnen kommt es zu Preissteigerungen von mehr als 5%, allerdings gibt es bei den meisten dieser Preissteigerungen auch Leistungsausweitungen für diese Tickets. Das bedeutet, die Kunden können sich freizügiger in einem größeren Bereich bewegen als vorher.

Schoner weiter: „Sicherlich hätten wir GRÜNEN uns auch noch mehr gewünscht, aber es handelt sich um einen Kompromiss, der in harten Verhandlungen insbesondere gegenüber den Eisenbahnverkehrsunternehmen ausgehandelt wurde und bei dem sich die Aufgabenträger bereit erklärt haben 650.000.-€ mehr für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) auszugeben. Weitere Verbesserungs- und Anpassungswünsche der Gemeinden sollen im Januar 2019 in einem zweiten Schritt folgen“.

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