Mehrheit lehnt gegen die Stimmen der GRÜNEN die Einführung eines Energieeinsparpotenzialkatasters ab

Im Umwelt- und Energieausschuss des Landkreises wurde am 22.06.26 über die Einführung eines Energieeinsparpotenzialkatasters für den Landkreis Augsburg beraten. Das digitale Angebot hätte Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, sich unkompliziert online über den energetischen Zustand ihres Wohngebäudes, mögliche Sanierungsmaßnahmen sowie deren Einsparpotenziale und Wirtschaftlichkeit zu informieren.

 Aus grüner Sicht wäre das eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Solar- und Gründachkataster gewesen. Gerade für Ein- und Zweifamilienhäuser hätte das Kataster ein niedrigschwelliges Angebot geschaffen, um erste Sanierungsschritte einfach und verständlich aufzuzeigen. Es sollte keine Energieberatung ersetzen, sondern eine erste Orientierung bieten und Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer dabei unterstützen, passende Maßnahmen überhaupt in den Blick zu nehmen.

Heike Uhrig, Mitglied im Umweltausschuss: “Ein solches Instrument hätte nicht nur dem Klimaschutz gedient, sondern auch der regionalen Wirtschaft und dem Handwerk genutzt. Wenn mehr kleinere und mittlere Sanierungsmaßnahmen angestoßen werden, profitieren davon auch heimische Betriebe und Fachhandwerker im Landkreis“.

Leider wurde die Einführung des Energieeinsparpotenzialkatasters abgelehnt. Nur die beiden grünen Kreisrätinnen Heike Uhrig und Doris Lurz stimmten dafür.

Doris Lurz, Mitglied des Umweltausschusses: „Das ist aus unserer Sicht bedauerlich, weil damit eine Chance vertan wurde, Klimaschutz, Energieeinsparung und regionale Wertschöpfung sinnvoll zusammenzubringen“.

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