Stellungnahme zum „Netzentwicklungsplan Strom 2014 – Erster Entwurf“ vom 16.04.2014
Auf unserer heutigen Fraktionssitzung haben wir den Beschluss gefasst, gegen den Bau der HGÜ Trasse – Bad Lauchstädt-Meitingen – im laufenden Verfahren Einspruch zu erheben.
(HGÜ: Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung)
Mit dem „Netzentwicklungsplan Strom 2014 – Erster Entwurf“ vom 16.04.2014 sind wir nicht einverstanden. Wir unterstützen die Forderungen der Bürgerinitiative „Aktionsbündnis der Trassengegner“ und fordern bezüglich der geplanten Netzausbaumaßnahmen D09 des Netzentwicklungsplans Strom 2014 folgendes:
Seite 243ff: Maßnahme D9 und D10a/b Neubau der HGÜ-Verbindungen zwischen Bad Lauchstädt – Meitingen bzw. Meitingen – Güstrow
Kein Neubau dieser Trasse bis ihre Notwendigkeit von unabhängiger Expertenseite zweifelsfrei belegt wird bzw. zweifelsfrei eine gesundheitliche Belastung der Bevölkerung ausgeschlossen werden kann. Alle Planungen müssen in erster Linie zum Nutzen der Bürger erfolgen, Lebensräume respektieren und entsprechend weiträumig umgehen. Die Planungen dürfen nicht den europäischen Stromhandel als oberste Priorität haben.
Begründungen:
- Die geplanten Maßnahmen
- gefährden und bedrohen im hohen Maße sensible Landschafts- und Trinkwasserschutzgebiete
- zerstören immense Flächen an Wald (allein in Bayern mind. 12,5 qkm),
- zerstören einen erheblichen Teil unserer Naherholungsgebiete.
2. Bis 2034 soll über oben genannte Trasse D09 überwiegend Braunkohlestrom transportiert werden
Dieses belastet unsere CO2-Bilanz in einem nicht akzeptablen Umfang und steht im Gegensatz zur Energiewende !