Die Grüne Kreistagsfraktion sieht sich aufgrund der schrecklichen Ereignisse in Japan in ihrer Position bestätigt, dass die teils nur 12 km von der Landkreisgrenze entfernten Atomreaktoren in Gundremmingen dringend abgeschaltet werden müssen. Deshalb hat die Grüne Kreistagsfraktion den Antrag an den Kreistag gerichtet:
Der Landkreis Augsburg lehnt eine Verlängerung der Laufzeiten bis zum Jahr 2030, wie sie in der Vereinbarung mit den Stromkonzernen beschlossen wurde, ab.
Der Landkreis Augsburg fordert die zuständigen Stellen auf, die sicherheitstechnischen Anforderungen der AKW Gundremmingen B und C, sowie des dortigen Zwischenlagers von unabhängigen Experten prüfen zu lassen.
Die Landkreiswaltung berichtet über getroffene Maßnahmen und über das Ergebnis der Überprüfung der Notfallpläne. Desweiteren soll dargelegt werden, wie die Bevölkerung umfassend über die Notfallpläne informiert wird.
Für die Grüne Fraktion steht fest, dass auch Bayern so schnell wie möglich von der Atomenergie unabhängig werden muss. Ursula Jung: „Die Ereignisse in Japan haben leider bestätigt, dass Atomenergie Risiken erzeugt, die letztlich nicht beherrschbar sind. Deshalb müssen auch im Interesse des Landkreises Augsburg die Blöcke B und C in Gundremmingen so schnell als möglich abgeschaltet werden. Der Kreistag muss dazu ein eindeutiges Zeichen setzen!”
Die Forderung nach einem schnellstmöglichen Abschalten der Reaktoren in Gundremmingen wird aus Sicherheitsgründen gefordert und aufgrund der Tatsache, dass in jeder Betriebsstunde eines AKWs hochgiftiger Atommüll produziert wird, für dessen Entsorgung es nach wie vor keine Lösung gibt. Deshalb werden in Gundremmingen, knapp hinter der Landkreisgrenze, über 1.500 Brennelemente in einem ungenügend gesicherten Zwischenlager aufbewahrt. Ursula Jung: „Es ist unverantwortlich zu den riesigen Mengen von Atommüll weiteren giftigen Abfall hinzuzufügen und diesen schlecht gesichert zwischenzulagern.”
Die Grüne Kreistagsfraktion fordert außerdem einen Bericht im Kreistag über die Planungen für einen atomaren Notfall in Gundremmingen. Ursula Jung: „Bürger/-innen in nächstem Umkreis müssen informiert werden, welche Möglichkeiten der schnellen Evakuierung es gibt.”
Wir gehen davon aus, dass die Menschen diese gefährliche Technologie nicht mehr wollen.