Stellungnahme zur Kreisausschusssitzung am 20.01.2014 Straßenbahn Linie 3

Wir sind dankbar, dass die FW jetzt auch das Thema Straßenbahn aufgreifen.

Seit über 20 Jahren kämpfen wir Königsbrunner Grüne für die Straßenbahn nach Königsbrunn.

Die Trasse ist städtebaulich freigehalten, wir haben mehr als 80 % der Grundstücke gekauft und bereits eine teure Endhaltestelle errichtet die für Schienenfahrzeuge ausgelegt und dafür über 1 Mio investiert wurden, was für die Stadt gebundene Mittel bedeutet, die anderweitig nicht merh zur Verfügung stehen. Es wäre absolut unverständlich, wenn sich der Kreis jetzt zurückziehen würde.

Auch wir kritisieren das zögerliche Vorgehen. Wie hier argumentiert wird, und die Zahlen die hier genannt werden sind lediglich ein Abschreiben der Zahlen der Stadt Augsburg von 2012.

Wir vermissen das Engagement im Landratsamt.

Bereits im Dezember 2012 habe ich Ihnen, Herr Landrat, Unterlagen überlassen als Hilfestellung, zur besseren Argumentation für die Verhandlungen mit der Stadt Augsburg. Und wenn der Nutzen-Kosten Faktor bei 6,48 liegt, d. h der Nutzen ist 6 x höher ist als die Kosten, dann hätten wir uns ein kritisches hinterfragen der Negativ-Zahlen, die durch die Stadtwerke Augsburg errechnet wurden, gewünscht und erhofft.

Wir grüne in Königsbrunn haben uns den Wirtschaftsprüfbericht sowie die Kalkulation der Jahresdaten im Geschäftsbericht der Stadtwerke Augsburg genau angeschaut, gegenübergestellt und miteinander verglichen.

Da tauchten einige Ungereimtheiten auf, die wir auch detailliert in unserem Anschreiben dargestellt haben.

Z. B. zur Ausbaustrecke 4,6 km gesamt und 1/3 Augsburg und 2/3 Königsbrunn, die Kosten müssen hinterfragt werden. Wurde Wirtschaftsprüfern des Landkreises inzwischen Einsicht in die Betriebskostenrechung gewährt?

Der letzten Berechnung ist das Wirtschaftsjahr 2010 zugrunde gelegt.

Darin enthalten sind Rückstellungen für die Altersteilzeit der Busfahrer, alle Neueinstellungen, eine Abschreibung auf 20 Jahre, (warum auf 20 Jahre nicht auf 25 Jahre was sonst üblich ist).

Für den Kapitalbedarf sind 6% angesetzt, was haben sie angesetzt?

Allein schon aus dem Kapitalzins von reduzierten 2% für 3 Bahnen, mit zusammen

9 Mio. wären das nur 600.000 € jährlich, die Stadtwerke haben 1.080.000 € angegeben. Allein hier eine Ersparnis von 480.000 €.

Wir bezweifeln ob die Rechnungslegung nach handelsrechtlichen Regeln erfolgen muss, die avg ist Dienstleister und nicht Händler.

Es müsste eine Trennungsrechnung angefordert werden um zu wissen, welche Kosten 2011 angewendet wurden.

Denn wenn sie im Landratsamt für ihre Berechnung die Zahlen der Stadt Augsburg verwenden kann kein anderes Ergebnis raus kommen.

Projektberichte von 2009 – 2010 und 2011 sind wichtig um zu vergleichen.

Eine realistische Kostenrechung kann jedoch nur erreicht werden, wenn man eine Verlängerung ernsthaft anstrebt und entsprechend in Verhandlungen mit der Stadt Augsburg einsteigt.

Die Königsbrunner zahlen jährlich 10 Mio Kreisumlage an den Landkreis, da könnten wir wahrhaftig etwas mehr Engagement erwarten.

Für Königsbrunn geht es nicht nur um eine Schienenanbindung, es geht um Stärkung der Wirtschaftskraft für die größte Stadt im Landkreis, es geht um Perspektiven für die Zukunft. Letztendlich würde auch die Stadt Augsburg von der Verlängerung der Linie 3 profitieren durch weniger Autoverkehr in der Innenstadt und geringere Feinstaubbelastung.

Zur Berichterstattung am 9. un…
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