Wir stehen fest zu den Kreis-Energiewerken

„Nach wie vor stehen wir hinter dem Grundsatzbeschluss, die Kreisenergiewerke zu gründen“, so Ursula Jung, Fraktionsvorsitzende der Kreisgrünen. „Das haben wir immer wieder deutlich gemacht. Wir wollen diese auf sichere Beine stellen, damit sie nicht beim ersten Windstoß umknicken, deshalb braucht es ein durchdachtes Konzept, das auch einer stärkeren Brise Stand hält“. „Nachhaltige Energieversorgung muss durchdacht und langfristig angelegt sein. Dazu muss die Bevölkerung mitgenommen und sie muss von den Kommunen mit getragen werden. Nur so kann die Energiewende funktionieren und die Wirtschaftskraft, das Geld in unserer Region bleiben“, so Jung weiter.

Die Kreisenergiewerke standen bei der letzten Kreissausschusssitzung auf der Tagesordnung. Bereits im Dezember war in der Presse zu lesen: dass sich CSU und FW nun einig sind und endlich wissen, wie es bei den Kreisenergiewerken weitergehen soll.

Gratulation – endlich ein Erwachen.

Fluchs haben CSU und FW einen Antrag gestellt und der war prompt von heute auf morgen auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung zu finden. „Grüne Anträge hingegen werden oft über Monate verschleppt, bis sie in einem Ausschuss behandelt werden, das ist unglaublich“ empörte sich Ursula Jung in der Kreisausschusssitzung.“

Fast ein Jahr hat es gedauert, bis endlich auf Antrag der Grünen der GF der Bioregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber das erfolgreiche Modellprojekt dieser Region in einer Kreistagssitzung vorstellen konnte.

Die Erkenntnisse daraus dienen nun dem Antrag von CSU und FW als Grundlage. Dennoch wurden die darin enthaltenen Vorstellungen im KA heftig diskutiert. „Bisher wurde noch nicht über Inhalte gesprochen aber das juristische Gebäude steht schon“ so Jung. Sie forderte die Beratung dazu im Bau-, Umwelt und Energieausschuss zu verweisen, wo die Thematik Energiewerke richtiger Weise beraten gehört, wie das Kreisrat Joachim Schoner bereits vor einem Jahr gefordert hat”. „Mit den Kreisenergiewerken sollen Synergieeffekte genutzt und keine Parallel-Strukturen aufgebaut werden“, betont Ursula Jung. Darauf aber wurde in dem Antrag der Mehrheitsfraktion nicht geachtet. Um dem aber gerecht zu werden, braucht es die Beratung im Fachausschuss und keine „ad hoc“–Entscheidung. Wollen wir die Kommunen als Mitstreiterinnen gewinnen, so müssen die Aufgaben der Kreisenergiewerke klar definiert sein. Wir wollen Organisation von Bürgeranlagen, die Entwicklung von genossenschaftlichen Modellen, das ist unser Ansatz.

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